Das Heft des Handelns

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In jedem neuen Schuljahr ist es wichtig die richtigen Weichen zu stellen, der Schülerrat tut dies schon in der zweiten Unterrichtswoche
— Diana Mainusch erhält das Heft des Handelns —
Bereits kurze Zeit nachdem die neuen KlassensprecherInnen der Villa Wewersbusch gewählt waren setzte sich der Schülerrat zusammen, um eine oder einen neue/n Vorsitzende/n zu finden. Diana Mainusch aus der 13ten Klasse setzte sich gegen ihre Mitbewerber durch und bildet nun zusammen mit Linus Schröpfer und Benedikt Gensler das Dreierteam an der Spitze des Schülerrates.

Das Heft des Handelns kann auch ein iPad sein

Doch was macht ein Schülerrat überhaupt? Man könnte ja meinen, dass wie an den meisten Schulen die Eltern und Lehrer zusammen mit der Schulleitung die Regeln bestimmen. Im Groben ist das auch so, doch an der Villa Wewersbusch sollen die SchülerInnen in der Lage sein eigenständig ihre Meinung zu formulieren und nach außen hin zu vertreten. Doch auch hier gilt, Übung macht den Meister.
Nun ist die persönliche Charakterbildung auch ein Faktor, aber natürlich soll der Schülerrat aktiv am Schulleben teilhaben. Ideen und Kritiken aus Reihen der Schüler werden aufgenommen und den Lehrern oder anderen Entscheidungsträgern vorgetragen. Die Aussagen der Schüler genießen ein hohes Ansehen und werden in die Entscheidungsfindung aufgenommen.

Der neue Schülerrat

In der ersten Sitzung des Schülerrates waren die Themen noch überschaubar. Die neuen Essenszeiten bewegten die Runde, sowie eine eventuelle Auswahlmöglichkeit bei den Mittagsgerichten. Außerdem sprachen sich die SchülerInnen für papierlose Arbeiten und Klausuren aus, dies wäre für eine 1:1 iPad-Schule konsequent, wurde erwähnt.

Am Rande der Veranstaltung übergab der Verbindungslehrer Herr Timm an den neu einsetzenden Herrn Nowak. Die SchülerInnen bedauerten den Abschied, sind aber optimistisch, dass die neue Zusammenarbeit mit Herrn Nowak gelingt.

Ganz links im Bild – Diana Mainusch, die neue Schülerratsvorsitzende

Viel Erfolg für das neue Schuljahr und die weitere Zeit im Schülerrat sowie Diana und Herrn Nowak ein glückliches Händchen wünscht – Kevin Timm, Verbindungslehrer a.D.

Kongress „Lernen der Zukunft“

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Vorwort: Mit Blick auf die denkmalgeschützte Fassade der Villa Wewersbusch offenbart sich dem Besucher noch nicht, dass es sich hierbei um eine der modernsten Schulen Deutschlands handelt. Keine schweren Schulbücher werden durch die Gänge geschleppt, keine Hefte kämpfen eingeengt im Tornister gegen Eselsohren. Nicht einmal einen Kopierer gibt es mehr. Neben klassischem Schul- und Allgemeinwissen stehen hier Medienkompetenz, Kommunikation, Kollaboration, Informationskompetenz, Kreativität und kritisches Denken auf dem Stundenplan. Internat und Ganztagsschule leben tatsächlich den digitalen Unterricht in seiner höchsten Form der Ausprägung.

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit laden wir Sie herzlich zum Education BarCamp am Donnerstag, den 02. März 2017 sowie zum Kongress „Lernen der Zukunft“ am Freitag und Samstag, 03. – 04. März 2017 zu uns in die Ganztagsschule Villa Wewersbusch nach Velbert-Langenberg, NRW-Deutschland ein.

In über 50 praxisorientierten Workshops, Best Practice Beispiele, moderierten Talkrunden sowie spannenden Vorträgen bieten internationale Dozenten aus Bildung, Forschung, Industrie und Politik Einblicke in die Welt des digitalen Lernens. Begleiten Sie uns bei der Frage, wie Lernen in der Zukunft aussehen wird und was heute schon alles möglich ist.

Einen intensiven Austausch mit Fachleuten und Kollegen bietet unser traditioneller Kaminabend im historischen Wohnzimmer der denkmalgeschützten Villa Wewersbusch.

Für Vormerkungen oder Anfragenbitte das Kontaktformular nutzen:

Digitale Bildung in Zeiten des Terrors, Kriegen und der Flüchtlingskrise

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Wie an vielen Schulen im Lande beginnt der Unterricht auch an der Villa Wewersbusch  mit den aktuellen Nachrichten aus aller Welt. In den Klassen der jüngeren Jahrgänge wird logo! geschaut, in den anderen Klassen wird die Tagesschausendung vom Vorabend gezeigt. In meinem Englischunterricht sehen wir uns Nachrichten-Podcasts von Euronews, der BBC News aus Großbritannien oder ABC News  aus den USA an. Während sich die Schülerinnen und Schüler die Nachrichten ansehen, machen sie sich mit ihren iPads zu den verschiedenen Berichten Notizen, erstellen Mindmaps oder recherchieren Hintergrundinformationen im Internet. Anschließend werden die Nachrichten des Tages oft heftigst diskutiert. Die Bereitschaft über alle Themen zu reden ist meistens sehr groß.

NachrichtenIn den Zeiten des zunehmenden Terrors, Kriegen und Flüchtlingsströmen sind die Nachrichten und die dazugehörigen Fotos und Videos auch für Erwachsene schon oft sehr schockierend. Ist es richtig Kinder und Jugendliche mit den schrecklichen Nachrichten, die täglich in den Medien berichtet werden, zu konfrontieren? Meine Unterrichtserfahrung zeigt, dass Kinder und Jugendliche ein großes Interesse an den aktuellen Nachrichten haben, auch wenn sie mit schockierenden Fotos und Videoaufnahmen verbunden sind. Besonders wenn extreme Aufnahmen in den Nachrichten gezeigt oder angedeutet werden (Folter, Morde, Ertrinken von Flüchtlingen, Bombenangriffe, etc.) ist es wichtig Kindern und Jugendlichen im Unterricht die Möglichkeit zu bieten ihre Ängste, Zorn und Mitgefühl zu artikulieren. Genau hier entsteht die Gelegenheit Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten zu erörtern und zu verstehen.

Wenn es unser Ziel ist Kinder und Jugendliche als zukünftige Bürger einer demokratischen Gesellschaft vorzubereiten, geht aus meiner Sicht kein Weg daran vorbei mit ihnen regelmäßig die aktuellen Nachrichten zu diskutieren, auch wenn sie nicht immer „schön“ sind. Welche Medien man im Unterricht benutzt, sollte natürlich dem Altersniveau der Schülerinnen und Schülern angepasst werden. Glücklicherweise sind nicht alle Nachrichten negativ und ich versuche immer harte und weiche Nachrichten im Unterricht zu balancieren. Auch in Zeiten in denen Terror und Gewalt die Nachrichten dominieren, wird ebenso täglich in den Medien über Themen berichtet die die Hoffnung von Kindern und Jugendlichen stärken, dass für die vielen Probleme auf der Welt auch Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten existieren. Manchmal muss man sie suchen! Darüber zu reden ist sicherlich der wichtigste Aspekt der Nachrichtendiskussion.

Für die Besprechung und Analyse der täglichen Nachrichten im Unterricht eignen sich folgende Apps und Webseiten: TagesschauEuronewsBBC NewsSimple Mind+

 

Schule 2.0 – Visionäre Führung und Gemeinsame Leitung

Schule 2.0 - Visionäre Führung und Gemeinsame Leitung

Die Weiterentwicklung der Vision, Schüler zu selbstständig lernenden und handelnden Menschen heranzuziehen, ist an der Villa Wewersbusch eine Gemeinschaftsaufgabe. Eine überschaubare Mitarbeiterzahl ermöglicht flache Hierarchien ohne aufgeblähte Führungspositionen, Aufgabenverantwortung wird bedarfsgerecht von den vorhandenen Lehrkräften übernommen. Das Kollegium der Villa Wewersbusch versteht sich als Gemeinschaft, die die innovative Idee der digitalen Schule weiter entwickelt und mit Leben füllt. Dazu bedarf es keiner vielschichtigen Hierarchie. Aufgaben werden unter den Lehrkräften aufgeteilt, jeder kann und soll Projektverantwortung übernehmen. Geschäftsführer und Visionär Florian Kesseler und Schulleiter Michael Löser bilden zwar die formale Führungsspitze, sind aber genauso Teil des Kreativ-Teams wie alle anderen Mitarbeiter auch. Die familiäre Atmosphäre und die hohe Motivation, neue Lehr- und Lernideen umsetzen zu wollen, sorgen für eine schnelle Umsetzungskraft innerhalb der Schule und in ihrer Vertretung nach außen.

Die Fachgremien an der Villa Wewersbusch arbeiten gemeinsam an der Verwirklichung des „digitalen Kernlehrplans“. Dazu werden klassische Ausrichtungen des Frontalunterrichts von den iPad-erfahrenen Lehrkräften unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des digitalen Lernens und der modernen Technologien überarbeitet und an die Rahmenvorgaben des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen angepasst.

Durch stetige Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden ist es gelungen eine Akzeptanz für digitales Lernen unter Einsatz moderner Technologien zu erreichen. So werden die Experten der Villa Wewersbusch regelmäßig für Vorträge, Coachings und Fortbildungsveranstaltungen gebucht, um den Schulen und Lehrkräften in der Region die innovativen Lehr- und Lernmöglichkeiten näherzubringen. Auch benachbarte Regierungsbezirke und andere Bundesländer wie Bayern oder Berlin greifen inzwischen sehr gerne auf die Kompetenz der Wewersbusch-Mitarbeiter zurück, um ihre Lehrkräfte durch die motivierenden und visionären Lernprinzipien zu inspirieren.

Florian Kesseler hat vor mehr als fünf Jahren die Idee der 1-1 iPad-Schule initiiert und ist seit seiner Gründung Geschäftsführer des Standortes Villa Wewersbusch. Er arbeitet intensiv an der Verbreitung der Vision einer schülergerechten Lernumgebung und vertritt diese nach innen und nach außen mit Enthusiasmus und Begeisterungsfähigkeit.

Jeden Tag lässt sich der Querdenker auch selbst neu inspirieren, indem er die verschiedenen Klassen und unterschiedlichen Fächer „seiner“ Schule besucht, den Unterricht verfolgt und das Verhalten der Schüler analysiert. Er nutzt jede sich bietende Gelegenheit – ob persönlich auf Reisen durch Deutschland und Europa, als Gastautor in Blogs, über Presseartikel oder unter Zuhilfenahme der sozialen Medien – um die Villa Wewersbusch, die dahinter stehende Bildungsidee und die Lernerfolge der Schüler nach außen zu tragen und auch andere Menschen dafür zu begeistern. Auch hierbei lässt er sich durch andere Bildungsinstitutionen und von ähnlich denkenden Bildungsverantwortlichen immer wieder neu inspirieren. Gute Ideen dürfen übernommen werden, sei es in die eine oder andere Richtung. Sich inspirieren lassen heißt für Florian Kesseler aber auch, die Ideen und Prozesse an der eigenen Schule kritisch zu hinterfragen und so zu noch besseren Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu kommen, die den Schülern eine ideale Lernumgebung schaffen.

Die Villa Wewersbusch in Velbert-Langenberg ist eine staatlich anerkannte Ganztagsschule in privater Trägerschaft mit angeschlossenem Internatsbetrieb. Im August 2012 führte die Schule ein 1:1 iPad-Programm für alle Mitglieder der Schulfamilie ein, um einen völlig neuen, zukunftsorientierten Ansatz von Lehren und Lernen zu implementieren – einen Ansatz, bei dem eigenständiges Denken und verantwortliches Handeln im Mittelpunkt stehen.

Tell me and I forget. Teach me and I remember. Involve me and I learn. 

Zu Gast an der Freiherr vom Stein Schule in Fulda

In a modern school the role of a teacher is not only to educate their pupils in the the content of the curriculum but to actively involve students in their own learning. Motivating students to be active role players, as opposed to passive individuals waiting to receive information from the teacher.  This in itself presents challenges to the teacher, requiring more skills and flexibility than ever asked before. Firmly believing in these principles of the centrality of the student in their own learning, a group of teachers from the Villa Wewersbusch visited the school ‘Freiherr-vom-Stein-Schule’ on the 24th of May,  to attend a set of seminars and workshops presenting how the use of iPads and especially iBooks can help teachers to motivate their students to become active learners.

Welcomed by a friendly team and snacks, the team started our process into how the use of technology in the classroom can revolutionise students attitudes and feelings towards learning.  Workshops included- Erstellen von Übungen im Fremdsprachenunterricht mit der App Notability, Literarisches Verständnis ausbilden und umsetzen mit iMovie and „Das iPad als Schweizermesser bei der Inklusion” and more. In addition to the workshops the seminars by Prof. Dr. Bernd Trocholepczy & Prof. Dr. Holger Horz: „Digitale Inkompetenz-Kompensierungs-Kompetenz” and Prof. Dr. Frank Thissen (HDM): Vorstellung der Untersuchung: „Einfluss von eBooks auf die Resultate von Unterricht” were given.

Some of the key themes and motifs of the seminars and workshops were the themes of self motivation, the centrality of pupils in their own learning and creativity.

Rather than pupils just learning in a teacher-centered environment and writing down instructed exercises, which fulfills only the purpose of getting students through exams, but developing skills and work ethic which will later be crucial in the workplace. Students should be creators, designers and have a feeling of ownership of their own work. Professor Thissen claims that in such circumstances students produce work of a higher quality than normal and have a significantly higher degree of motivation.

As evidence to support these theories, we were explained the test results of a Bachelor thesis. Taking a test group, in which one group of students were required to complete their history project as an e-book which would be later published for the general public. This group of students was then compared to another group, completing the project in more traditional means. The students were interviewed throughout and the results at the end were compared to see what differences could be found.

The results of this test study showed that when students were given the chance to be creative learners with the understanding that their work would be published, they completed their work to a standard of a significantly higher level. Students never used copy and paste, and had more awareness that their work is more relevant. However, perhaps more important than this, students were deeply motivated to learn, and retained more of the information which they had learnt than the learners who had completed their course using more traditional methods. With the feeling of empowerment and control over their own learnings, students created a project which they could have a strong feeling of pride over.

The congress was a wonderful opportunity to become more aware of how the iPad and technology can help teachers face the new challenges of modern teaching, and to create pupils who enjoy what they learn and go beyond the standards usually expected of them.

Workshop #1
Sandra Ricker: Der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache mit dem iPad

Praxistipps #1
Annika Riedel: Tipps und Tricks zum nachhaltig erfolgreichen Aufstellen und Finanzieren eines Tablet-Projekts

Workshop #2
Sybille Unterstab: Literarisches Verständnis ausbilden und umsetzen mit iMovie

Workshop #3
Elmar Kramm: Anleitung zum Einsatz von Messgeräten im Chemieunterricht

Workshop #4
Dr. Peter Mergler: Erstellen von Übungen im Fremdsprachenunterricht mit der App Notability

Workshop #5
Norbert Schröder: Praxisbeispiele: „Das iPad als Schweizermesser bei der Inklusion“

Workshop #6
Elisabeth Franc: Multimedialer Unterricht mit den Medien aus den Medienzentren

Keynote #1
Prof. Dr. Thissen (HDM): Vorstellung der Untersuchung: „Einfluss von eBooks auf die Resultate von Unterricht”

Keynote #2
Prof. Dr. Trocholepczy & Prof. Dr. Horz: „Digitale Inkompetenz Kompensierungs – Kompetenz“ Satirischer Blick auf ein aktuelles Thema …

Das iPad Pro als Lehrer-Tool

Notability auf dem iPad pro

Seit einigen Monaten ist unsere Schule im Besitz eines iPad Pro und bis vor kurzen fristete es sein Dasein hauptsächlich im Lehrerzimmer. Jeder durfte es benutzen, aber keiner traute sich so richtig ran. Oft waren die Ausreden, dass es doch viel zu unhandlich sei oder keinen wirklichen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen iPad habe. Also blieb zunächst alles beim Alten. Ich weiß gar nicht mehr warum, aber irgendwann packte mich die Neugier und ich steckte das iPad Pro in meine Tasche (in die es mit seinem DinA 4 Gardemaß wunderbar hineinpasst) und nahm es mit, um es einem gründlichen Test als Lehrer-Tool zu unterziehen. Zu aller erst schaute ich mir einige YouTube Tutorials an, in denen das iPad Pro bereits getestet wurde. Leider, oder auch zum Glück, da ich sonst diese Zeilen niemals geschrieben hätte, hatte sich bisher noch kein Lehrer an diesem Gerät versucht. Also galt es selbst die Vor- und Nachteile des Pros herauszufinden. Begeistert war ich sofort von dem Einsatz des Pencil. Leider unterstützen zur Zeit noch viel zu wenige Apps dieses wunderbare Schreibgerät. Egal ob Bleistift, inkl. Schraffur, Kuli oder Buntstift, der Apple Pencil vereint alle Stifte in einem Werkzeug. So ist es mir aus der letzten Reihe heraus möglich, dank Air Play, wunderbare Tafelbilder an die Wand zu werfen und präzise Zeichnungen zu machen.

Vorteile des Splitscreen: Noch entscheidender, warum das iPad Pro das perfekte Lehrerwerkzeug ist, ist allerdings der Splitscreen. Nie war es einfacher Notizen zu machen oder eine Keynote anzulegen und gleichzeitig im Internet zu recherchieren. Parallel kann ich beide Bildschirmhälften streamen und der Schüler sieht alles auf einer Leinwand. So zeige ich links eine Bildergalerie oder suche noch schnell das passende Bild im Netz und kann gleichzeitig auf der anderen Seite alles wichtige festhalten.

Die Klassenarbeit: Die nächste Aufgabe des Pros bestand darin, mir ein hilfreicher Partner beim Korrigieren von Klassenarbeiten zu sein. Das Aufgabenblatt der Arbeit lud ich bei iTunes U hoch, wo der Schüler es herunterladen und bei Pages öffnen sollte. So schrieben die Schüler ihre erste Arbeit auf dem iPad und sendete das Ergebnis als PDF über iTunes U an mich zurück. Hier stieß das Pro das erste Mal an seine Grenzen, da ich feststellen musste, das iTunes U keine App ist, die im Splitcreen funktioniert. Diesen Fehler wird Apple aber hoffentlich mit dem nächsten Update behoben haben. Also importierte ich alle Arbeiten nach Notabilitiy, wo ich sie parallel zu einem Bewertungsbogen, den ich mit Pages erstellt hatte, prima im Splitcreenmodus korrigieren konnte. Mit dem Pencil konnte ich handschriftliche Bemerkungen machen und Fehler anstreichen und auf der anderen Seite sofort die erreichten Punkte eintragen. Diese beiden Dokumente habe ich dann anschließend per Mail an die Schüler und ihre Eltern weitergeleitet, um eine größtmögliche Transparenz zu erreichen. Noch nie haben mich so viele positive Rückmeldungen nach einer Klassenarbeit erreicht. Gerade die Eltern waren begeistert, da sie effektiv und schnell nachvollziehen konnten, warum ihr Kind die vergebene Zensur erreicht hatte. Außerdem hatten sie alles praktisch auf ihrem Smartphone oder Tablet.

Fazit: Nach drei Wochen intensiver Testung kann ich sagen, dass das iPad Pro so schnell nicht mehr herrenlos im Lehrerzimmer liegen wird, da es mittlerweile einen festen Platz in meiner Tasche gefunden hat. Sicherlich werde ich noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten für das Pro finden, von denen ich dann wieder an dieser Stelle berichten werde.

Respekt im Netz- iPad-Projekttage an einem Gymnasium in Bonn

iPad-Projekttage am Nicolaus-Cusanus Gymnasium Bonn

Für ein Projekt am Nicolaus-Cusanus Gymnasium Bonn erhielten wir die Anfrage, zwei Tage lang 20 Schülerinnen und Schüler in die Arbeit mit dem iPad einzuführen und so zu schulen, dass sie am Ende des Tages eine Keynote mit sämtlichen „Special“-Effekten zum Projektthema Respekt im Netz halten können. Die Herausforderung lag darin, dass die Schülerinnen und Schüler laut eigenen Aussagen, noch nie zuvor mit einem iPad arbeiteten, geschweige denn je zuvor ein iPad in den Händen hielten (bis auf fünf Schüler, die das iPad gelegentlich privat zum Spielen nutzen). Jedoch nahm ich diese Herausforderung sehr gerne an und machte mich auf den Weg nach Bonn.

Der Projekttag bestand aus vier Unterrichtsblöcken mit jeweils 85 Minuten. Die Schülerinnen und Schüler wurden von mir mit der App Star Walk begrüßt, die sie direkt in großes Staunen versetzte. Diese Motivation nutzte ich, um den Lernenden zunächst die Grundlagen des iPads näher zu bringen. So durften sie direkt einmal selbst die gezeigte App öffnen, einige Funktionen, unter anderem die Lautstärke einstellen und die App wieder schließen, indem sie den Homebutton doppelt drückten und die Seite mit dem Finger nach oben schoben, ausprobieren. Als nächstes lernten die Schülerinnen und Schüler die App Simple Mind kennen, indem sie die Aufgabe bekamen, eine Mindmap zu erstellen, zur Frage Warum ein iPad im Unterricht nutzen?. Somit konnten sich die Lernenden die Funktionen von Simple Mind eigenständig erschließen und mit der anschließenden Präsentation ihre Meinung kundgeben. Nachdem alle anderen Schülerinnen und Schüler ihre Mindmaps ergänzt hatten. Lernten sie die App Numbers kennen. Auch diese erschlossen sich die Lernenden selbst, indem sie die Aufgabe bekamen, eine Checkliste anzufertigen, bei der sie Spalten hinzufügen, Kästchen für das spätere Abhaken und u. a. Smileys einsetzen können sollten. Anschließend füllten die Lernenden die Checkliste mit Inhalt, indem sie Stichpunkte zur Frage „Was macht eine gute Präsentation aus?“ formulierten und in die Checkliste einfügten.

Im zweiten Teil des Workshops lernten die Schülerinnen und Schüler die App Keynote kennen, indem sie eine Präsentation über die Funktionen einer Keynote erstellten. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sämtliche Effekte und Einstellungen der App auszuprobieren, die sie am Nachmittag für ihre themenbasierte Keynote brauchten und anwenden sollten.

Im dritten Teil des Workshops erschlossen sich die Lernenden Inhalte zum eigentlichen Projektthema „Respekt im Netz“, indem sie unter Zuhilfenahme von iTunes U vorgegebenen Links im Internet recherchierten, Definitionen herausschrieben und schwierige Begriffe mit der App Quizlet festhielten.

Gut informiert stiegen die Lernenden in den vierten und letzten Teil des Workshops, indem sie, mithilfe ihren Rechercheinformationen  eine Keynote zum Thema anfertigten. Die Schülerinnen und Schüler profitierten nun von ihren Ergebnissen vom Vormittag, indem sie unterschiedliche Anwendungen, Einstellungen und Effekte in ihre Keynote einbauen konnten. Auch die am Vormittag erstellte Checkliste wurde nun genutzt, indem sie diese während der Präsentationen abhakten. Auf diese Weise hatten die Schülerinnen und Schüler Anhaltspunkte und konnten ihren Mitschüler eine qualifizierte Rückmeldung geben.

Nach erfolgreichen Präsentationen füllten die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise einen Rückmeldebogen mit Fragen zum Workshop aus, indem sie das Space Race in der App Socrative spielten.

Rückmeldebogen:

  1. Die Arbeit mit dem iPad hat mir sehr große Freude bereitet.
  2. Ich finde das iPad sinnvoll für den Unterricht.
  3. Mir ist Bearbeitungen von Aufgaben mit dem iPad leichter gefallen.
  4. Die Aufgaben waren für mich verständlich formuliert.
  5. Die Arbeit mit dem iPad ist nicht nur für Gruppenarbeit geeignet.
  6. Die Inhalte des Workshops waren für mich neu.
  7. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.
  8. Ihnen, Frau Roßenbeck, möchte ich sagen, dass…
  9. Die größte Freude hatte ich bei:…
  10. In Zukunft möchte ich gerne mit dem iPad arbeiten.

Die Statistik zeigt, dass die Lernenden sehr viel Freude an der Arbeit mit dem iPad hatten. Verblüffend war vor allem das Ergebnis der letzten Aussage. Bei der 100 % der Schülerinnen und Schüler angaben, in Zukunft sehr gerne mit dem iPad zu arbeiten. Sehr gefreut haben mich auch die äußerst lieben und persönlichen Rückmeldungen.

Somit kann ich abschließend schreiben, dass es allen Beteiligten große Freude gemacht hat und die Lernenden um viele Erfahrungen reicher sind.

Gelernt habe ich an diesem Tag, dass iPads an jeder Schule im Unterricht einsetzbar sind, dass man mithilfe verschiedener Apps jede Schülerschaft zum selbstständigen Arbeiten motivieren kann und diese Motivation lange anhält und sich immer wieder neu entflammen lässt. Dabei sind die Ausgangskompetenzen erstmal zweitrangig, da die Apps durch ihre umfangreichen Funktionen fast unendliche Möglichkeiten bieten und somit jeden Lernenden auf seinem Wissenstand abholen und in verschiedenen Kompetenzen je nach Bedarf fördern oder fordern.

Herzliche Grüße aus Langenberg sendet

Isabel Chr. Roßenbeck

Quereinstieg Schülerparlament – querdenken statt querstellen

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— 3. Sitzung des Schülerparlamentes Velbert / Wahl des Sprecherteams und Zukunftswerkstatt 2016 —

Gut Ding will Weile haben, deshalb kann man nun auch von einem gelungenen Neustart des Schülerparlamentes Velbert sprechen. Im ersten Anlauf wurde das neue Sprecherteam bestehend aus Chiara Kannert und Justus Tannhof (SchülerInnen des Gymnasiums Langenberg) einstimmig, mit wenigen Enthaltungen, gewählt. Auch von dieser Stelle wünscht man den Vorsitzenden alles Gute und eine erfolgreiche Legislatur.

Sitzungsaal des velberter Schülerparlamentes
Direkt im Anschluss brachte Herr Lukrafka das Thema Flüchtlingspolitik in Velbert auf den Plan, ein Thema, das in der Öffentlichkeit viel diskutiert ist. Das Schülerparlament setzte sich ebenfalls kritisch mit diesem Thema auseinander, brachte aber sowohl negative wie auch positive Aspekte hervor. Insgesamt wünschte man sich diese Sachlichkeit auch in manch anderer Diskussionsrunde. Die Abgeordneten der Villa Wewersbusch berichteten von der Integration der Flüchtlinge an ihrer Schule bzw. Internat, hinterfragten jedoch auch die Situation der Unterbringung von Flüchtlingen. Der Bürgermeister klärte anschließend noch einmal welche Vorteile die vorübergehende Unterbringung in Lagerhallen hat. Die Hallen können leichter mit Stellwänden und sanitären Einrichtungen versehen werden und erfüllen somit minimale Standards zur Erhaltung der Privatsphäre.
Die Zukunftswerkstatt bot die Möglichkeit sich in verschiedene Projekte einzubringen. Ein Zweig war die digitale Entwicklung der Schule, ein Bereich der für die Schüler der Villa Wewersbusch eine besondere Stellung einnimmt. Was alles möglich ist und welche Vorteile die an der Villa Wewersbusch in Fleisch und Blut übergegangene Anwendung bietet, wurde in die Diskussion eingebracht.

Die Abgeodrneten der Villa Wewersbusch bei der Arbeit
Insgesamt gibt es wahrscheinlich noch viele Baustellen, doch das wichtigste ist, dass die Richtung stimmt und sich gemeinsam der Sache angenommen wird. Jugendliche diskutieren, argumentieren und entwickeln ihr Lebensumfeld, Politik lebt.

Wir leben den Traum einer modernen Schule.

Privatschule und Internat Villa Wewersbusch

Villa Wewersbusch öffnet die Türen

Für Samstag, den 21. Mai, lädt die Villa Wewersbusch alle interessierten Eltern, schulpflichtige Kinder und Lehrkräfte aus der Umgebung zum Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11 und 18 Uhr werden Einblicke in die verschiedenen Methoden und Materialien des digitalen Unterrichts sowie in das gesamte Angebotsspektrum von Internat und Ganztagsschule geboten. Zu begutachten ist auch das neue Klassenraumkonzept mit innovativer und vor allem flexibler Gestaltung der Lernumgebung.

Beim Blick auf die denkmalgeschützte Fassade der Villa Wewersbusch offenbart sich dem Besucher noch nicht das Konzept der iPad-Schule. Innen aber ist alles auf die „Schule der Zukunft“ ausgelegt. Keine schweren Schulbücher werden durch die Gänge geschleppt, keine Hefte kämpfen eingeengt im Tornister gegen Eselsohren. Nicht einmal einen Kopierer gibt es mehr. Internat und Ganztagsschule leben tatsächlich den digitalen Unterricht in seiner höchsten Form der Ausprägung. Alle Klassenräume sind mit Whiteboard, Beamer, Apple-TV und Gigabit W-LAN ausgestattet. Das wichtigste Arbeitsmittel für die Schüler und Lehrer ist das iPad. „Moderne Technik muss für Jugendliche nicht nur mit Facebook, Instagram oder WhatsApp verbunden sein. Richtig eingesetzt wirkt sie motivierend, die Kreativität fördernd und den Lernwillen anregend“, sagt Geschäftsführer Florian Kesseler. „Wir arbeiten in unseren Klassen fast ausschließlich digital. Und das bedeutet weit mehr, als einfach nur papierbasierte Schulliteratur in eine auf dem Bildschirm lesbare Form zu bringen.“ Dabei sind die Schüler der Villa Wewersbusch nicht die einzigen Nutznießer. Die eigens erstellten Unterrichtsmaterialien werden weltweit über die kostenlose Lernplattform iTunes U angeboten.

Neben einer wertorientierten Erziehung sowie der Förderung von zukunftsorientierten Schlüsselqualifikationen legt die Villa Wewersbusch großen Wert auf die Vermittlung von Allgemeinwissen. Ein Schultag beginnt immer mit einem Live-Stream der aktuellen Nachrichten, der nicht selten auch zu direkten Lerninhalten führt. Die Klassen bestehen aus zirka 16 Schülern und meistens zwei Lehrkräften, eine immer aus dem Ausland. Zurzeit aus England, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, China und den USA. „Der alltägliche Umgang mit Fremdsprachen ist wohl der beste Weg, diese spielerisch zu erlernen“, so Kesseler. Die Hauptfächer Mathematik, Englisch, Deutsch und Geschichte umfassen jeweils sechs Stunden pro Woche. Spanisch ist als zweite Fremdsprache ab Klasse sieben wählbar. Ab dem kommenden Schuljahr wird verstärkt fächerübergreifender Unterricht angeboten. Dann verschmelzen beispielsweise Fächer wie Physik und Biologie oder Erdkunde und Geschichte miteinander. Als komplett neues Fach wird „Grafik und Design“ angeboten – naheliegend für eine Schule, die nahezu ausschließlich digital arbeitet und so den Umgang mit entsprechenden Darstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten zum alltäglichen Geschehen macht.

Im Nachmittagsbereich werden zahlreiche Freizeitaktivitäten in Form von Gilden angeboten, darunter Reiten, Schwimmen, Musik, Fitness, Rudern oder Fußball. Eine Besonderheit der Villa Wewersbusch ist der Golfunterricht, der nicht nur Teil des regulären Schulsports ist, sondern darüber hinaus dank einer engen Kooperation mit dem Golfclub Velbert Gut Kuhlendahl auch zwei Mal pro Woche als Gilde angeboten wird. Eine weitere Steigerung ist seit Jahresanfang das Golf-Internat „Junior Golf Academy“ in Kooperation mit der Leadbetter Golf Academy und dem Golfclub Gut Kuhlendahl.

Die Privat- und Ganztagsschule mit Internat Villa Wewersbusch besteht in Velbert-Langenberg seit 2012. Mit modernen Lehrmethoden und bilingualen Klassen werden die Schüler im Ganztagsschulbetrieb zu Realschulabschluss und Vollabitur (G9) geführt. Neben herkömmlichen Sportarten gehören auch Golf, Reiten, Tennis und Rudern zum Nachmittagsprogramm des modernen Internats, das auch an den Wochenenden geöffnet und so für Schüler aus ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland interessant ist. Als weitere Besonderheit ist die Villa Wewersbusch – neben einigen Universitäten – als eine von nur sehr wenigen Schulen in Deutschland als „Apple Authorised Training Centre for Education“ an erkannt. Das iPad, ein Tablet-Computer des amerikanischen Unternehmens Apple, wird durchgängig im Unterricht eingesetzt. Die Basis für den Unterricht bietet die Bildungsplattform „iTunes U“ mit Zugriffen auf zahlreiche kostenlose Lerninhalte. Seinen Ursprung hat die Villa Wewersbusch im Bergischen Internat Gut Falkenberg in Erkrath, das dort als Privatschule in Familientradition seit über 40 Jahren besteht.

Zu Besuch an der Alemannenschule in Wutöschingen

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Am 05.04 ist die Villa Wewersbusch der Einladung zum Materialnetzwerktreffen an der Alemannenschule in Wutöschingen gefolgt. Das Materialnetzwerktreffen ist ein tolles Konzept von mittlerweile über 40 baden-württembergischen Schulen, die selbst erstellte Unterrichtsmaterialien untereinander austauschen. So entstand bereits ein ansehnlicher Fundus an nützlichen Materialien, die alle nach demselben Layout gestaltet wurden, um den Schülerinnen und Schülern einen Rahmen zu bieten, an den sie sich gewöhnen und mit dem sie gelernt haben umzugehen.

Nach einem sehr freundlichen Empfang bekamen wir eine Schulführung, präsentiert von Schülerinnen und Schülern der Alemannenschule. Für alle Gäste war es besonders inspirierend zu sehen, mit welchem Engagement Lehrer/innen und die Schul- und Stadtverwaltung miteinander arbeiten und aus der Not heraus ein einzigartiges Schulkonzept geschaffen haben. Ursprünglich war die Alemannenschule eine Hauptschule, die Aufgrund von Umstrukturierungen kurz vor der Schließung stand. Daraufhin entschied Herr Ruppaner, Rektor der Alemannenschule, das Konzept der Schule zu ändern. Und das mit großem Erfolg! Heute ist die Alemannenschule eine weit bekannte und außerordentlich gut besuchte Gemeinschaftsschule mit einem hoch modernen Neubau.

Die herkömmliche Schulstruktur wurde wortwörtlich eingerissen, indem die Schulräume im Altbau verändert wurden. Die Schulleitung rieß, in Zusammenarbeit mit der Stadt die Wände ein, um größere Lehrräume für kooperatives und individuelles Lernen zu ermöglichen. Beim Lernen an der Alemannenschule steht das Erlangen von Kompetenzen im Vordergrund. Anhand von Kompetenzrastern entwickeln die Lernenden (die sogenannten Lernpartner) selbstständig ihren individuellen Lernweg, auf dem sie von sogenannten Lernbegleitern (Lehrer/innen)  durch die Lernlandschaft geführt werden. Jeder Lernpartner ist für seinen eigenen Weg selbstverantwortlich. Dabei wird er von drei Grundprinzipien begleitet: dem kooperativen Lernen, dem reziprokem Lehren und der Individualisierung. Die Schulräume wurden dementsprechend gestaltet. Auf einer Ebene herrscht striktes Schweigen und freie Stillarbeit. Auf einer anderen Ebene haben die Lernpartner die Möglichkeit gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Wer glaubt das System funktioniert nicht und die Lernpartner lernen sowieso nicht, irrt. Den Lernpartnern werden Freiheiten gegeben, doch wenn sie gegen Regeln verstoßen, werden ihnen diese Freiheiten auch wieder genommen. Sie können selbstverantwortlich lernen, lernen sie nicht, kommen sie auch nicht weiter. Natürlich müssen sie auch Lernüberprüfungen absolvieren, um ihr gelerntes Wissen zu zeigen und eine weitere Stufe zu absolvieren.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 haben die Stufen 8-10 das Privileg in einem hochmodernen Neubau zu lernen, der alles besitzt, was eine Schule im 21. Jahrhundert ausmacht. Das Mobiliar passt sich den individuellen Wünschen der Lernpartner an. Sie können im Sitzen, Liegen oder Stehen lernen, auf dem Boden oder am Tisch. Sie können in ihrem eigenen Lernbereich lernen oder gemeinsam in Arbeitsräumen. Genauso beeindruckend ist die technische Ausstattung der Räume. Da die Schule 1:1 mit iPads ausgestattet ist, sind auch die Gemeinschaftslernräume mit Apple TV, Beamer und Smartboards bestückt. Möchten die Lernpartner in diesen Räumen gemeinsam lernen oder Input von einem Lernbegleiter bekommen, müssen sie sich in eine Liste, die vor jedem Raum hängt, eintragen. Die Lernbegleiter sitzen weiträumig verteilt in der gesamten Schule und helfen den Lernpartnern bei aufkommenden Problemen oder sie vermitteln ihnen in regelmäßigen Inputphasen Wissen.

Organisiert wird das Lernen an der Alemannenschule durch die digitale Lernumgebung „DiLer“. Mangels Alternativen machte sich Lehrer Mirko Sigloch daran, seine eigene Lernplattform zu entwickeln. Hierbei ist wieder einmal das besondere Engagement zu erwähnen, mit welchem das Projekt realisiert wurde. Neben der normalen Lehrtätigkeit hat Herr Sigloch ein Open-Source Projekt entwickelt, welches auch anderen Schulen frei zur Verfügung steht. Statt auf Umsatz und Profit zu achten steht das gemeinsame Arbeiten und die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten im Fokus, wovon viele profitieren können. An dieser Stelle möchten wir Herrn Sogloch herzlich dafür danken.

Abgerundet wurde unser Besuch mit einer Vortragsreihe und Diskussionsrunde, unter anderem mit Prof. Dr Frank Thissen und Prof. Dr. Albrecht Wacker, zum Thema „Schulentwicklung – kein Politikum, sondern ein Auftrag unserer Kinder!“. Abends wurde gemeinsam in der Mensa der Alemannenschule Pizza gegessen, die frisch von einem mobilen Pizzabäcker zubereitet wurde.

Schulentwicklung- kein Politikum, sondern ein Auftrag unserer KinderWir möchten uns für die Gastfreundschaft und Eindrücke, die wir an der Alemannenschule gewonnen haben, recht herzlich bedanken. Uns hat besonders die Motivation und das Engagement aller Beteiligten beeindruckt. Wir sehen die viele Zeit, die hinter diesem Projekt steckt. Besonderen Dank auch an Valentin Helling, für die perfekte Organisation und die Mühe.