Tell me and I forget. Teach me and I remember. Involve me and I learn. 

Zu Gast an der Freiherr vom Stein Schule in Fulda

In a modern school the role of a teacher is not only to educate their pupils in the the content of the curriculum but to actively involve students in their own learning. Motivating students to be active role players, as opposed to passive individuals waiting to receive information from the teacher.  This in itself presents challenges to the teacher, requiring more skills and flexibility than ever asked before. Firmly believing in these principles of the centrality of the student in their own learning, a group of teachers from the Villa Wewersbusch visited the school ‘Freiherr-vom-Stein-Schule’ on the 24th of May,  to attend a set of seminars and workshops presenting how the use of iPads and especially iBooks can help teachers to motivate their students to become active learners.

Welcomed by a friendly team and snacks, the team started our process into how the use of technology in the classroom can revolutionise students attitudes and feelings towards learning.  Workshops included- Erstellen von Übungen im Fremdsprachenunterricht mit der App Notability, Literarisches Verständnis ausbilden und umsetzen mit iMovie and „Das iPad als Schweizermesser bei der Inklusion” and more. In addition to the workshops the seminars by Prof. Dr. Bernd Trocholepczy & Prof. Dr. Holger Horz: „Digitale Inkompetenz-Kompensierungs-Kompetenz” and Prof. Dr. Frank Thissen (HDM): Vorstellung der Untersuchung: „Einfluss von eBooks auf die Resultate von Unterricht” were given.

Some of the key themes and motifs of the seminars and workshops were the themes of self motivation, the centrality of pupils in their own learning and creativity.

Rather than pupils just learning in a teacher-centered environment and writing down instructed exercises, which fulfills only the purpose of getting students through exams, but developing skills and work ethic which will later be crucial in the workplace. Students should be creators, designers and have a feeling of ownership of their own work. Professor Thissen claims that in such circumstances students produce work of a higher quality than normal and have a significantly higher degree of motivation.

As evidence to support these theories, we were explained the test results of a Bachelor thesis. Taking a test group, in which one group of students were required to complete their history project as an e-book which would be later published for the general public. This group of students was then compared to another group, completing the project in more traditional means. The students were interviewed throughout and the results at the end were compared to see what differences could be found.

The results of this test study showed that when students were given the chance to be creative learners with the understanding that their work would be published, they completed their work to a standard of a significantly higher level. Students never used copy and paste, and had more awareness that their work is more relevant. However, perhaps more important than this, students were deeply motivated to learn, and retained more of the information which they had learnt than the learners who had completed their course using more traditional methods. With the feeling of empowerment and control over their own learnings, students created a project which they could have a strong feeling of pride over.

The congress was a wonderful opportunity to become more aware of how the iPad and technology can help teachers face the new challenges of modern teaching, and to create pupils who enjoy what they learn and go beyond the standards usually expected of them.

Workshop #1
Sandra Ricker: Der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache mit dem iPad

Praxistipps #1
Annika Riedel: Tipps und Tricks zum nachhaltig erfolgreichen Aufstellen und Finanzieren eines Tablet-Projekts

Workshop #2
Sybille Unterstab: Literarisches Verständnis ausbilden und umsetzen mit iMovie

Workshop #3
Elmar Kramm: Anleitung zum Einsatz von Messgeräten im Chemieunterricht

Workshop #4
Dr. Peter Mergler: Erstellen von Übungen im Fremdsprachenunterricht mit der App Notability

Workshop #5
Norbert Schröder: Praxisbeispiele: „Das iPad als Schweizermesser bei der Inklusion“

Workshop #6
Elisabeth Franc: Multimedialer Unterricht mit den Medien aus den Medienzentren

Keynote #1
Prof. Dr. Thissen (HDM): Vorstellung der Untersuchung: „Einfluss von eBooks auf die Resultate von Unterricht”

Keynote #2
Prof. Dr. Trocholepczy & Prof. Dr. Horz: „Digitale Inkompetenz Kompensierungs – Kompetenz“ Satirischer Blick auf ein aktuelles Thema …

Das iPad Pro als Lehrer-Tool

Notability auf dem iPad pro

Seit einigen Monaten ist unsere Schule im Besitz eines iPad Pro und bis vor kurzen fristete es sein Dasein hauptsächlich im Lehrerzimmer. Jeder durfte es benutzen, aber keiner traute sich so richtig ran. Oft waren die Ausreden, dass es doch viel zu unhandlich sei oder keinen wirklichen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen iPad habe. Also blieb zunächst alles beim Alten. Ich weiß gar nicht mehr warum, aber irgendwann packte mich die Neugier und ich steckte das iPad Pro in meine Tasche (in die es mit seinem DinA 4 Gardemaß wunderbar hineinpasst) und nahm es mit, um es einem gründlichen Test als Lehrer-Tool zu unterziehen. Zu aller erst schaute ich mir einige YouTube Tutorials an, in denen das iPad Pro bereits getestet wurde. Leider, oder auch zum Glück, da ich sonst diese Zeilen niemals geschrieben hätte, hatte sich bisher noch kein Lehrer an diesem Gerät versucht. Also galt es selbst die Vor- und Nachteile des Pros herauszufinden. Begeistert war ich sofort von dem Einsatz des Pencil. Leider unterstützen zur Zeit noch viel zu wenige Apps dieses wunderbare Schreibgerät. Egal ob Bleistift, inkl. Schraffur, Kuli oder Buntstift, der Apple Pencil vereint alle Stifte in einem Werkzeug. So ist es mir aus der letzten Reihe heraus möglich, dank Air Play, wunderbare Tafelbilder an die Wand zu werfen und präzise Zeichnungen zu machen.

Vorteile des Splitscreen: Noch entscheidender, warum das iPad Pro das perfekte Lehrerwerkzeug ist, ist allerdings der Splitscreen. Nie war es einfacher Notizen zu machen oder eine Keynote anzulegen und gleichzeitig im Internet zu recherchieren. Parallel kann ich beide Bildschirmhälften streamen und der Schüler sieht alles auf einer Leinwand. So zeige ich links eine Bildergalerie oder suche noch schnell das passende Bild im Netz und kann gleichzeitig auf der anderen Seite alles wichtige festhalten.

Die Klassenarbeit: Die nächste Aufgabe des Pros bestand darin, mir ein hilfreicher Partner beim Korrigieren von Klassenarbeiten zu sein. Das Aufgabenblatt der Arbeit lud ich bei iTunes U hoch, wo der Schüler es herunterladen und bei Pages öffnen sollte. So schrieben die Schüler ihre erste Arbeit auf dem iPad und sendete das Ergebnis als PDF über iTunes U an mich zurück. Hier stieß das Pro das erste Mal an seine Grenzen, da ich feststellen musste, das iTunes U keine App ist, die im Splitcreen funktioniert. Diesen Fehler wird Apple aber hoffentlich mit dem nächsten Update behoben haben. Also importierte ich alle Arbeiten nach Notabilitiy, wo ich sie parallel zu einem Bewertungsbogen, den ich mit Pages erstellt hatte, prima im Splitcreenmodus korrigieren konnte. Mit dem Pencil konnte ich handschriftliche Bemerkungen machen und Fehler anstreichen und auf der anderen Seite sofort die erreichten Punkte eintragen. Diese beiden Dokumente habe ich dann anschließend per Mail an die Schüler und ihre Eltern weitergeleitet, um eine größtmögliche Transparenz zu erreichen. Noch nie haben mich so viele positive Rückmeldungen nach einer Klassenarbeit erreicht. Gerade die Eltern waren begeistert, da sie effektiv und schnell nachvollziehen konnten, warum ihr Kind die vergebene Zensur erreicht hatte. Außerdem hatten sie alles praktisch auf ihrem Smartphone oder Tablet.

Fazit: Nach drei Wochen intensiver Testung kann ich sagen, dass das iPad Pro so schnell nicht mehr herrenlos im Lehrerzimmer liegen wird, da es mittlerweile einen festen Platz in meiner Tasche gefunden hat. Sicherlich werde ich noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten für das Pro finden, von denen ich dann wieder an dieser Stelle berichten werde.

Respekt im Netz- iPad-Projekttage an einem Gymnasium in Bonn

iPad-Projekttage am Nicolaus-Cusanus Gymnasium Bonn

Für ein Projekt am Nicolaus-Cusanus Gymnasium Bonn erhielten wir die Anfrage, zwei Tage lang 20 Schülerinnen und Schüler in die Arbeit mit dem iPad einzuführen und so zu schulen, dass sie am Ende des Tages eine Keynote mit sämtlichen „Special“-Effekten zum Projektthema Respekt im Netz halten können. Die Herausforderung lag darin, dass die Schülerinnen und Schüler laut eigenen Aussagen, noch nie zuvor mit einem iPad arbeiteten, geschweige denn je zuvor ein iPad in den Händen hielten (bis auf fünf Schüler, die das iPad gelegentlich privat zum Spielen nutzen). Jedoch nahm ich diese Herausforderung sehr gerne an und machte mich auf den Weg nach Bonn.

Der Projekttag bestand aus vier Unterrichtsblöcken mit jeweils 85 Minuten. Die Schülerinnen und Schüler wurden von mir mit der App Star Walk begrüßt, die sie direkt in großes Staunen versetzte. Diese Motivation nutzte ich, um den Lernenden zunächst die Grundlagen des iPads näher zu bringen. So durften sie direkt einmal selbst die gezeigte App öffnen, einige Funktionen, unter anderem die Lautstärke einstellen und die App wieder schließen, indem sie den Homebutton doppelt drückten und die Seite mit dem Finger nach oben schoben, ausprobieren. Als nächstes lernten die Schülerinnen und Schüler die App Simple Mind kennen, indem sie die Aufgabe bekamen, eine Mindmap zu erstellen, zur Frage Warum ein iPad im Unterricht nutzen?. Somit konnten sich die Lernenden die Funktionen von Simple Mind eigenständig erschließen und mit der anschließenden Präsentation ihre Meinung kundgeben. Nachdem alle anderen Schülerinnen und Schüler ihre Mindmaps ergänzt hatten. Lernten sie die App Numbers kennen. Auch diese erschlossen sich die Lernenden selbst, indem sie die Aufgabe bekamen, eine Checkliste anzufertigen, bei der sie Spalten hinzufügen, Kästchen für das spätere Abhaken und u. a. Smileys einsetzen können sollten. Anschließend füllten die Lernenden die Checkliste mit Inhalt, indem sie Stichpunkte zur Frage „Was macht eine gute Präsentation aus?“ formulierten und in die Checkliste einfügten.

Im zweiten Teil des Workshops lernten die Schülerinnen und Schüler die App Keynote kennen, indem sie eine Präsentation über die Funktionen einer Keynote erstellten. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sämtliche Effekte und Einstellungen der App auszuprobieren, die sie am Nachmittag für ihre themenbasierte Keynote brauchten und anwenden sollten.

Im dritten Teil des Workshops erschlossen sich die Lernenden Inhalte zum eigentlichen Projektthema „Respekt im Netz“, indem sie unter Zuhilfenahme von iTunes U vorgegebenen Links im Internet recherchierten, Definitionen herausschrieben und schwierige Begriffe mit der App Quizlet festhielten.

Gut informiert stiegen die Lernenden in den vierten und letzten Teil des Workshops, indem sie, mithilfe ihren Rechercheinformationen  eine Keynote zum Thema anfertigten. Die Schülerinnen und Schüler profitierten nun von ihren Ergebnissen vom Vormittag, indem sie unterschiedliche Anwendungen, Einstellungen und Effekte in ihre Keynote einbauen konnten. Auch die am Vormittag erstellte Checkliste wurde nun genutzt, indem sie diese während der Präsentationen abhakten. Auf diese Weise hatten die Schülerinnen und Schüler Anhaltspunkte und konnten ihren Mitschüler eine qualifizierte Rückmeldung geben.

Nach erfolgreichen Präsentationen füllten die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise einen Rückmeldebogen mit Fragen zum Workshop aus, indem sie das Space Race in der App Socrative spielten.

Rückmeldebogen:

  1. Die Arbeit mit dem iPad hat mir sehr große Freude bereitet.
  2. Ich finde das iPad sinnvoll für den Unterricht.
  3. Mir ist Bearbeitungen von Aufgaben mit dem iPad leichter gefallen.
  4. Die Aufgaben waren für mich verständlich formuliert.
  5. Die Arbeit mit dem iPad ist nicht nur für Gruppenarbeit geeignet.
  6. Die Inhalte des Workshops waren für mich neu.
  7. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.
  8. Ihnen, Frau Roßenbeck, möchte ich sagen, dass…
  9. Die größte Freude hatte ich bei:…
  10. In Zukunft möchte ich gerne mit dem iPad arbeiten.

Die Statistik zeigt, dass die Lernenden sehr viel Freude an der Arbeit mit dem iPad hatten. Verblüffend war vor allem das Ergebnis der letzten Aussage. Bei der 100 % der Schülerinnen und Schüler angaben, in Zukunft sehr gerne mit dem iPad zu arbeiten. Sehr gefreut haben mich auch die äußerst lieben und persönlichen Rückmeldungen.

Somit kann ich abschließend schreiben, dass es allen Beteiligten große Freude gemacht hat und die Lernenden um viele Erfahrungen reicher sind.

Gelernt habe ich an diesem Tag, dass iPads an jeder Schule im Unterricht einsetzbar sind, dass man mithilfe verschiedener Apps jede Schülerschaft zum selbstständigen Arbeiten motivieren kann und diese Motivation lange anhält und sich immer wieder neu entflammen lässt. Dabei sind die Ausgangskompetenzen erstmal zweitrangig, da die Apps durch ihre umfangreichen Funktionen fast unendliche Möglichkeiten bieten und somit jeden Lernenden auf seinem Wissenstand abholen und in verschiedenen Kompetenzen je nach Bedarf fördern oder fordern.

Herzliche Grüße aus Langenberg sendet

Isabel Chr. Roßenbeck

Quereinstieg Schülerparlament – querdenken statt querstellen

img_0694-1

— 3. Sitzung des Schülerparlamentes Velbert / Wahl des Sprecherteams und Zukunftswerkstatt 2016 —

Gut Ding will Weile haben, deshalb kann man nun auch von einem gelungenen Neustart des Schülerparlamentes Velbert sprechen. Im ersten Anlauf wurde das neue Sprecherteam bestehend aus Chiara Kannert und Justus Tannhof (SchülerInnen des Gymnasiums Langenberg) einstimmig, mit wenigen Enthaltungen, gewählt. Auch von dieser Stelle wünscht man den Vorsitzenden alles Gute und eine erfolgreiche Legislatur.

Sitzungsaal des velberter Schülerparlamentes
Direkt im Anschluss brachte Herr Lukrafka das Thema Flüchtlingspolitik in Velbert auf den Plan, ein Thema, das in der Öffentlichkeit viel diskutiert ist. Das Schülerparlament setzte sich ebenfalls kritisch mit diesem Thema auseinander, brachte aber sowohl negative wie auch positive Aspekte hervor. Insgesamt wünschte man sich diese Sachlichkeit auch in manch anderer Diskussionsrunde. Die Abgeordneten der Villa Wewersbusch berichteten von der Integration der Flüchtlinge an ihrer Schule bzw. Internat, hinterfragten jedoch auch die Situation der Unterbringung von Flüchtlingen. Der Bürgermeister klärte anschließend noch einmal welche Vorteile die vorübergehende Unterbringung in Lagerhallen hat. Die Hallen können leichter mit Stellwänden und sanitären Einrichtungen versehen werden und erfüllen somit minimale Standards zur Erhaltung der Privatsphäre.
Die Zukunftswerkstatt bot die Möglichkeit sich in verschiedene Projekte einzubringen. Ein Zweig war die digitale Entwicklung der Schule, ein Bereich der für die Schüler der Villa Wewersbusch eine besondere Stellung einnimmt. Was alles möglich ist und welche Vorteile die an der Villa Wewersbusch in Fleisch und Blut übergegangene Anwendung bietet, wurde in die Diskussion eingebracht.

Die Abgeodrneten der Villa Wewersbusch bei der Arbeit
Insgesamt gibt es wahrscheinlich noch viele Baustellen, doch das wichtigste ist, dass die Richtung stimmt und sich gemeinsam der Sache angenommen wird. Jugendliche diskutieren, argumentieren und entwickeln ihr Lebensumfeld, Politik lebt.

Wir leben den Traum einer modernen Schule.

Privatschule und Internat Villa Wewersbusch

Villa Wewersbusch öffnet die Türen

Für Samstag, den 21. Mai, lädt die Villa Wewersbusch alle interessierten Eltern, schulpflichtige Kinder und Lehrkräfte aus der Umgebung zum Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11 und 18 Uhr werden Einblicke in die verschiedenen Methoden und Materialien des digitalen Unterrichts sowie in das gesamte Angebotsspektrum von Internat und Ganztagsschule geboten. Zu begutachten ist auch das neue Klassenraumkonzept mit innovativer und vor allem flexibler Gestaltung der Lernumgebung.

Beim Blick auf die denkmalgeschützte Fassade der Villa Wewersbusch offenbart sich dem Besucher noch nicht das Konzept der iPad-Schule. Innen aber ist alles auf die „Schule der Zukunft“ ausgelegt. Keine schweren Schulbücher werden durch die Gänge geschleppt, keine Hefte kämpfen eingeengt im Tornister gegen Eselsohren. Nicht einmal einen Kopierer gibt es mehr. Internat und Ganztagsschule leben tatsächlich den digitalen Unterricht in seiner höchsten Form der Ausprägung. Alle Klassenräume sind mit Whiteboard, Beamer, Apple-TV und Gigabit W-LAN ausgestattet. Das wichtigste Arbeitsmittel für die Schüler und Lehrer ist das iPad. „Moderne Technik muss für Jugendliche nicht nur mit Facebook, Instagram oder WhatsApp verbunden sein. Richtig eingesetzt wirkt sie motivierend, die Kreativität fördernd und den Lernwillen anregend“, sagt Geschäftsführer Florian Kesseler. „Wir arbeiten in unseren Klassen fast ausschließlich digital. Und das bedeutet weit mehr, als einfach nur papierbasierte Schulliteratur in eine auf dem Bildschirm lesbare Form zu bringen.“ Dabei sind die Schüler der Villa Wewersbusch nicht die einzigen Nutznießer. Die eigens erstellten Unterrichtsmaterialien werden weltweit über die kostenlose Lernplattform iTunes U angeboten.

Neben einer wertorientierten Erziehung sowie der Förderung von zukunftsorientierten Schlüsselqualifikationen legt die Villa Wewersbusch großen Wert auf die Vermittlung von Allgemeinwissen. Ein Schultag beginnt immer mit einem Live-Stream der aktuellen Nachrichten, der nicht selten auch zu direkten Lerninhalten führt. Die Klassen bestehen aus zirka 16 Schülern und meistens zwei Lehrkräften, eine immer aus dem Ausland. Zurzeit aus England, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, China und den USA. „Der alltägliche Umgang mit Fremdsprachen ist wohl der beste Weg, diese spielerisch zu erlernen“, so Kesseler. Die Hauptfächer Mathematik, Englisch, Deutsch und Geschichte umfassen jeweils sechs Stunden pro Woche. Spanisch ist als zweite Fremdsprache ab Klasse sieben wählbar. Ab dem kommenden Schuljahr wird verstärkt fächerübergreifender Unterricht angeboten. Dann verschmelzen beispielsweise Fächer wie Physik und Biologie oder Erdkunde und Geschichte miteinander. Als komplett neues Fach wird „Grafik und Design“ angeboten – naheliegend für eine Schule, die nahezu ausschließlich digital arbeitet und so den Umgang mit entsprechenden Darstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten zum alltäglichen Geschehen macht.

Im Nachmittagsbereich werden zahlreiche Freizeitaktivitäten in Form von Gilden angeboten, darunter Reiten, Schwimmen, Musik, Fitness, Rudern oder Fußball. Eine Besonderheit der Villa Wewersbusch ist der Golfunterricht, der nicht nur Teil des regulären Schulsports ist, sondern darüber hinaus dank einer engen Kooperation mit dem Golfclub Velbert Gut Kuhlendahl auch zwei Mal pro Woche als Gilde angeboten wird. Eine weitere Steigerung ist seit Jahresanfang das Golf-Internat „Junior Golf Academy“ in Kooperation mit der Leadbetter Golf Academy und dem Golfclub Gut Kuhlendahl.

Die Privat- und Ganztagsschule mit Internat Villa Wewersbusch besteht in Velbert-Langenberg seit 2012. Mit modernen Lehrmethoden und bilingualen Klassen werden die Schüler im Ganztagsschulbetrieb zu Realschulabschluss und Vollabitur (G9) geführt. Neben herkömmlichen Sportarten gehören auch Golf, Reiten, Tennis und Rudern zum Nachmittagsprogramm des modernen Internats, das auch an den Wochenenden geöffnet und so für Schüler aus ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland interessant ist. Als weitere Besonderheit ist die Villa Wewersbusch – neben einigen Universitäten – als eine von nur sehr wenigen Schulen in Deutschland als „Apple Authorised Training Centre for Education“ an erkannt. Das iPad, ein Tablet-Computer des amerikanischen Unternehmens Apple, wird durchgängig im Unterricht eingesetzt. Die Basis für den Unterricht bietet die Bildungsplattform „iTunes U“ mit Zugriffen auf zahlreiche kostenlose Lerninhalte. Seinen Ursprung hat die Villa Wewersbusch im Bergischen Internat Gut Falkenberg in Erkrath, das dort als Privatschule in Familientradition seit über 40 Jahren besteht.

Zu Besuch an der Alemannenschule in Wutöschingen

FullSizeRender 4

Am 05.04 ist die Villa Wewersbusch der Einladung zum Materialnetzwerktreffen an der Alemannenschule in Wutöschingen gefolgt. Das Materialnetzwerktreffen ist ein tolles Konzept von mittlerweile über 40 baden-württembergischen Schulen, die selbst erstellte Unterrichtsmaterialien untereinander austauschen. So entstand bereits ein ansehnlicher Fundus an nützlichen Materialien, die alle nach demselben Layout gestaltet wurden, um den Schülerinnen und Schülern einen Rahmen zu bieten, an den sie sich gewöhnen und mit dem sie gelernt haben umzugehen.

Nach einem sehr freundlichen Empfang bekamen wir eine Schulführung, präsentiert von Schülerinnen und Schülern der Alemannenschule. Für alle Gäste war es besonders inspirierend zu sehen, mit welchem Engagement Lehrer/innen und die Schul- und Stadtverwaltung miteinander arbeiten und aus der Not heraus ein einzigartiges Schulkonzept geschaffen haben. Ursprünglich war die Alemannenschule eine Hauptschule, die Aufgrund von Umstrukturierungen kurz vor der Schließung stand. Daraufhin entschied Herr Ruppaner, Rektor der Alemannenschule, das Konzept der Schule zu ändern. Und das mit großem Erfolg! Heute ist die Alemannenschule eine weit bekannte und außerordentlich gut besuchte Gemeinschaftsschule mit einem hoch modernen Neubau.

Die herkömmliche Schulstruktur wurde wortwörtlich eingerissen, indem die Schulräume im Altbau verändert wurden. Die Schulleitung rieß, in Zusammenarbeit mit der Stadt die Wände ein, um größere Lehrräume für kooperatives und individuelles Lernen zu ermöglichen. Beim Lernen an der Alemannenschule steht das Erlangen von Kompetenzen im Vordergrund. Anhand von Kompetenzrastern entwickeln die Lernenden (die sogenannten Lernpartner) selbstständig ihren individuellen Lernweg, auf dem sie von sogenannten Lernbegleitern (Lehrer/innen)  durch die Lernlandschaft geführt werden. Jeder Lernpartner ist für seinen eigenen Weg selbstverantwortlich. Dabei wird er von drei Grundprinzipien begleitet: dem kooperativen Lernen, dem reziprokem Lehren und der Individualisierung. Die Schulräume wurden dementsprechend gestaltet. Auf einer Ebene herrscht striktes Schweigen und freie Stillarbeit. Auf einer anderen Ebene haben die Lernpartner die Möglichkeit gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Wer glaubt das System funktioniert nicht und die Lernpartner lernen sowieso nicht, irrt. Den Lernpartnern werden Freiheiten gegeben, doch wenn sie gegen Regeln verstoßen, werden ihnen diese Freiheiten auch wieder genommen. Sie können selbstverantwortlich lernen, lernen sie nicht, kommen sie auch nicht weiter. Natürlich müssen sie auch Lernüberprüfungen absolvieren, um ihr gelerntes Wissen zu zeigen und eine weitere Stufe zu absolvieren.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 haben die Stufen 8-10 das Privileg in einem hochmodernen Neubau zu lernen, der alles besitzt, was eine Schule im 21. Jahrhundert ausmacht. Das Mobiliar passt sich den individuellen Wünschen der Lernpartner an. Sie können im Sitzen, Liegen oder Stehen lernen, auf dem Boden oder am Tisch. Sie können in ihrem eigenen Lernbereich lernen oder gemeinsam in Arbeitsräumen. Genauso beeindruckend ist die technische Ausstattung der Räume. Da die Schule 1:1 mit iPads ausgestattet ist, sind auch die Gemeinschaftslernräume mit Apple TV, Beamer und Smartboards bestückt. Möchten die Lernpartner in diesen Räumen gemeinsam lernen oder Input von einem Lernbegleiter bekommen, müssen sie sich in eine Liste, die vor jedem Raum hängt, eintragen. Die Lernbegleiter sitzen weiträumig verteilt in der gesamten Schule und helfen den Lernpartnern bei aufkommenden Problemen oder sie vermitteln ihnen in regelmäßigen Inputphasen Wissen.

Organisiert wird das Lernen an der Alemannenschule durch die digitale Lernumgebung „DiLer“. Mangels Alternativen machte sich Lehrer Mirko Sigloch daran, seine eigene Lernplattform zu entwickeln. Hierbei ist wieder einmal das besondere Engagement zu erwähnen, mit welchem das Projekt realisiert wurde. Neben der normalen Lehrtätigkeit hat Herr Sigloch ein Open-Source Projekt entwickelt, welches auch anderen Schulen frei zur Verfügung steht. Statt auf Umsatz und Profit zu achten steht das gemeinsame Arbeiten und die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten im Fokus, wovon viele profitieren können. An dieser Stelle möchten wir Herrn Sogloch herzlich dafür danken.

Abgerundet wurde unser Besuch mit einer Vortragsreihe und Diskussionsrunde, unter anderem mit Prof. Dr Frank Thissen und Prof. Dr. Albrecht Wacker, zum Thema „Schulentwicklung – kein Politikum, sondern ein Auftrag unserer Kinder!“. Abends wurde gemeinsam in der Mensa der Alemannenschule Pizza gegessen, die frisch von einem mobilen Pizzabäcker zubereitet wurde.

Schulentwicklung- kein Politikum, sondern ein Auftrag unserer KinderWir möchten uns für die Gastfreundschaft und Eindrücke, die wir an der Alemannenschule gewonnen haben, recht herzlich bedanken. Uns hat besonders die Motivation und das Engagement aller Beteiligten beeindruckt. Wir sehen die viele Zeit, die hinter diesem Projekt steckt. Besonderen Dank auch an Valentin Helling, für die perfekte Organisation und die Mühe.

Heterogenität im Unterricht

img_0561-1

Heterogenität im Physikunterricht – Wie kann digitales Schulmaterial unterstützen?
— Vielfalt im Unterricht / Physiklehrertag am Neuen Gymnasium Bochum —

Vorab, auch als nicht Physiklehrer sind sie hier genau richtig. Den Auftakt zur Veranstaltung gab Prof. Dr. Heiko Krabbe von der Ruhr Universität Bochum vom Lehrstuhl der Didaktik der Physik, der direkt Bezug auf die Sprache im Unterricht genommen hat. Sprach im Physikunterricht? Ja!

Formal sind wir durch die APO SI (Prüfungsordnung) verpflichtet in allen Fächern Deutsch zu unterrichten, aber wir müssen auch ein ureigenes Interesse haben dies in unserem Fachunterricht zu tun.
Fachsprachliche Texte sind oft mit Fremdwörtern geschmückt, welche die SchülerInnen wie Vokabeln erlernen müssen. Dies ist vielen Lehrern bewusst, unbewusst müssen die SchülerInnen aber auch das Textverständnis erlernen. Verweise auf Abbildungen oder Anweisungen sind, besonders im naturwissenschaftlichen Unterricht, allgegenwärtig und dienen der praktischen Anwendung, auch im späteren Leben (Gebrauchsanweisungen, Bauanleitungen, Ausbildungslektüre, etc.). Auch die Struktur von Texten ist manchmal für SchülerInnen nicht zu erkennen, insbesondere für SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache.

Die Frage, die jetzt im Kopf herumirrt ist, was kann ich in meinem Unterricht tun? Ganz einfach, schaut man sich die schriftlichen Aufgaben der SchülerInnen an, so korrigiert man diese nicht nur nach Rechtschreibfehlern, sondern gibt dem/r Schüler/in bzw. der gesamten Klasse eine Handlungsalternative. Man zeigt mit welcher Bildungssprache diese Aufgabe hätte gelöst werden können und räumt den SchülerInnen die Möglichkeit zur Korrektur und Umformulierung ein.

Zudem soll der bewusste Umgang mit Operatoren die SchülerInnen in ihren Leistungen positiv beeinflussen. Viele Kollegen nutzen in ihren Aufgabenstellungen und im Unterrichtsgespräch selten die weiterführenden Operatoren bewerten, analysieren, argumentieren, begründen, darstellen. Durch die bloße Änderung der Anweisung entstehen tendenziell hochwertigere Schülerantworten. Sprache kann der erste Schlüssel zum Umgang mit Heterogenität sein.
In den anschließenden Workshops standen plötzlich Smartphones im Mittelpunkt. Multimediale Hilfekarten sollen dem Unterricht eine Richtung vorgeben in welcher der Lehrer moderieren und unterstützen kann. Was bringt das für mich, ist die berechtigte Frage.  

Binnendifferenzierung ist schon schwer genug, man kann jedoch versuchen sich selbst zu entlasten. Digitale Hilfekarten sollen es SchülerInnen ermöglichen im eigenem Lerntempo voran zu schreiten. Ein Schüler kann je nach Bedarf ein oder mehrere Hilfsaktionen freischalten. Dazu muss er sich jedoch die Aufgabe und zunächst einige leichtere Hilfestellungen angeschaut und somit freigeschaltet haben. 

Solche digitalen Hilfekarten zu erstellen erfordert nur wenige Basiskenntnisse in Programmierung mit HTML. Vorlagen und eine Handlungsanweisung können über uns oder das Fortbildungsdezernat der Bezirksregierung Arnsberg erfragt werden.

  
Der Physiklehrertag 2016 im Neuen Gymnasium Bochum, mehr als ein Einblick in den modernen Physikunterricht. Ein Austausch über Möglichkeiten, Neuerungen, Probleme und die Vielfalt des Fachbereiches Physik und dem Lehrberuf an sich.

Zu Besuch an der NewSchool in Berlin

Zu Besuch an der Newschool in Berlin

Am 16.02.2016 folgten Florian Kesseler, Jens Frantzen und Felix Kolewe zusammen mit Prof. Dr. Frank Thissen einer Einladung der im November 2015 gegründeten NewSchool in Berlin-Schöneberg. Die NewSchool machte uns durch ihr einzigartiges Konzept auf sich aufmerksam:

Fachunterricht wird es nicht mehr geben, auch keinen Stundentakt von 45 Minuten. Die Schüler werden keine Zensuren mehr bekommen und auch nicht mehr in einer großen Klasse sitzen.Trotzdem werden sie natürlich Mathematik, Deutsch oder Sprachen lernen und auch alles andere, was sie laut Berliner Rahmenlehrplan wissen müssen. Statt aber wie bisher für einzelne Fächer zu büffeln, werden sie sich das Wissen ausschließlich in Projekten aneignen.

Wer sich darüber hinaus in einen speziellen Bereich vertiefen will, etwa besser Englisch sprechen oder Klavierspielen lernen möchte oder Unterstützung in Mathematik benötigt, für den wird es Nachmittags Angebote geben. Zweimal in der Woche werden alle zusammen kochen. An den anderen Tagen wird Tim Raue das Essen für die Schüler zubereiten.

„Für unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass sich Schule ändert“

Schulleiterin Almut Röper sagt, dass es vor allem darum geht, die Talente jedes Einzelnen zu entdecken und zu fördern. „Wer bin ich, was kann ich, das sind Schlüsselfragen unseres Konzepts.“ Röper, 54, hat Lehramt studiert und Informationsdesign.

Sie hat eine eigene Agentur aufgebaut und viele Jahre lang das Marketing für große Unternehmen geleitet, Konzepte geschrieben und Start-ups betreut. All diese Erfahrungen bringt sie nun in den Aufbau der neuen Schule ein.

Ihr Credo: Die Jugendlichen sollen wieder mit Spaß lernen und das mitten im Leben und nicht hinter dicken Schulmauern versteckt. „Für unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass sich Schule ändert“, sagt sie. „Gebraucht werden kreative Absolventen, die um ihre Stärken wissen und sich in der digitalen Welt auskennen.“

Die Jugendlichen müssten schon bereit sein, Verantwortung für sich selbst und ihren Erfolg zu übernehmen. Sie müssten im Team arbeiten wollen und viel Eigeninitiative mitbringen. Das ist auch für Schulgründerin Sabrina Heimig-Schloemer ausschlaggebend. Sie kommt aus der Digitalwirtschaft und kennt sich aus in der Start-up-Szene. Mit der NewSchool hat sie nun Zusammen mit ihrem Mann Udo Schloemer ihr eigenes Start-up auf den Weg gebracht. Erst vor kurzem hat ihr die Bildungsverwaltung dafür die Genehmigung als staatliche anerkannte Ersatzschule für Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn erteilt.

Auf digitale Herausforderungen reagieren

Der Berliner Morgenpost sagt Sabrina Heimig-Schloemer, dass sie aus Gesprächen mit ihrer 13 Jahre alten Tochter aber auch mit vielen Eltern wisse, wie groß der Leistungsdruck an den Schulen sei. „Für Teamfähigkeit und Kreativität bleibt da keine Zeit mehr.“

Und noch etwas sei ihr wichtig. Die Welt verändere sich durch die Digitalisierung immer mehr. An den staatlichen Schulen würde diese Veränderung aber fast vorbei gehen. In der NewSchool sei die Nutzung digitaler Medien hingegen selbstverständlich.

„Viele Schüler verlassen die Schule und wissen überhaupt nicht, was sie machen sollen. Sie haben keinen Bezug zum Leben da draußen.“ Das wollen sie mit der neuen Schule anders machen. Dort könnten die Jugendlichen selbst entscheiden, mit welchen Projekten sie sich beschäftigen. „Das gibt dem Lernen wieder einen Sinn und bringt mehr Spaß.“

Auch die Betreuung sei intensiver. Ein Mentor würde bis zu zehn Kinder durch die gesamte Schulzeit begleiten und sehr genau wissen, wo jeder einzelne stehe, ob er zusätzliche Förderung brauche oder noch mehr Anregung.

Es gebe zwar keine Zensuren, trotzdem könnten Eltern jederzeit erfahren, was ihre Kinder gelernt haben, betont Schulgründerin Heimig-Schloemer. „Wir arbeiten mit einer Software, die es ermöglicht, die Kompetenzen, die Schüler in den einzelnen Projekten erwerben, mit den Erfordernissen des Rahmenlehrplans abzugleichen. Auf diese Weise ist immer zu sehen, welchen Wissensstand jeder hat.“ (Quelle: Berliner Morgenpost)

Wir bedanken uns herzlich für den netten Empfang, die spannende Tour und das sehr inspirierende Gespräch und hoffen im nächsten Jahr wiederkommen zu dürfen um die Entwicklungen und Veränderungen der NewSchool miterleben zu können.

Game-Based Learning: Spielen im Unterricht?!

Game Based Learning - Spielen im Unterricht

Jeder Lehrer hat das Prinzip des Spielens als Lehrmethode bereits angewendet. Ob Memory, Puzzle oder Quiz, Unterrichtsinhalte wurden als Spiele verpackt den Schülern vermittelt. Seit Ende der 1990er Jahre etablierten sich die ersten Computerspiele mit lernkontextbezogenem Hintergrund und fanden Anwendung im Unterricht. Die Game Based LearningHoffnungen waren groß: durch die spielerische Vermittlung sollten die Schüler motivierter und aktiver am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Beim Game-Based Learning lernen Schüler nicht nur die Unterrichtsinhalte, vorausgesetzt sie werden vom Lehrer didaktisch sinnvoll aufgearbeitet, sondern es wird viel „nebenbei“ gelernt. Dazu zählen Spielregeln, Spielideen, Abläufe und Kooperation. Die Spielenden sind emotional in das Spiel eingebunden und engagiert. Sie lernen eigenverantwortlich, aktiv und selbstgesteuertes Lernen. Ziel ist es die Schüler intrinsisch statt extrinisch zu motivieren. Dies wäre für Lehrer als auch Schüler der Idealzustand.

Gute Lernspiele zeichnen sich dadurch aus, dass sie Handlungsspielräume unterstützen, Kompetenzen zum Lösen von Problemen unterstützen und das Verständnis fördern. Natürlich sind Spielregeln, Story, Selbststeuerung und Erwartungshorizont wichtig um angemessenes Spielen im Unterricht zu gewährleisten. Den Schülern muss Sinn und Zweck des Spielens bewusst sein, ansonsten besteht für die Schüler kein Mehrwert und kein Lerntransfer. Das im Spiel erworbene Wissen muss explizit ins Bewusstsein gerufen werden. Hier entsteht eine Bruch zwischen Spiel und Lernen und auch das instrumentalisierte Spiel wird wieder zu einer Lehr- und Lernmethode. Die Frage ist auch, ob sich das Spielen im Unterricht für jedes Alter eignet. Während jüngere Schüler höchst motiviert durch Spielen lernen, besteht bei älteren die Schülern die Frage, ob Spiele sinnvoll und motivierend in den Unterricht eingebracht werden können. Häufig „durchschauen“ ältere Schüler das Instrumentalisieren des Spiels und verlieren dadurch die Motivation.

Egal in welcher Stufe und welchem Fach, Game-Based-Learning erfordert hohe Anforderungen an den Lehrer. Man darf nicht vergessen, dass nicht das Spiel, sondern das Lernziel im Vordergrund steht und der Lehrer mithilfe des Spiels den didaktischen Rahmen geben muss, um das Lernziel zu erreichen. Hierfür muss er unter anderem die Auswahl des Spiels beachten, da sich nicht jedes Spiel als Lernspiel eignet und nicht die Ästhetik und das Handling für den Unterricht besitzt.

Dennoch steckt im Game-Based Learning enormes Potential. Nicht umsonst hat Microsoft den Wert von Minecraft für den Unterricht erkannt und das Unternehmen für 2,5 Milliarden US Dollar gekauft und mit der Edu-Version für den Unterricht geschaffen. (Bericht)

Meine persönlichen Erfahrungen mit Game-Based Learning sind durchweg positiv. In den letzten Monaten habe ich vermehrt Minecraft im Mathematikunterricht eingesetzt. Zuerst musste ich mir natürlich eine ausführliche Einführung von einem Schüler der 5.Klasse geben lassen, da dieses Spiel bei Schülern sehr beliebt ist.

Danach habe ich mir einen Weg überlegt, wie ich Minecraft mit dem Unterrichtsziel verknüpfen konnte. Da zur Zeit Symmetrie auf dem Lehrplan stand, war die Verknüpfung natürlich nicht besonders schwer. Als Aufgabe sollten die Schüler ein symmetrisches Gebäude bauen und es später mit Explain Everything beschreiben. Um es zu Beschreiben, mussten die Schüler Screenshots des erstellten Gebäudes anfertigen und in Explain Everything die Symmetrie erklären. Nach Ankündigung der Aufgabe waren die Schüler Feuer und Flamme. Sie haben sehr konzentriert an ihrem Gebäude gearbeitet und sich an die aufgestellten Rahmenvorgaben gehalten (Zeitvorgaben etc.). Danach haben sie wirklich schöne Videos mit Erklärungen zur Symmetrie aufgenommen.

Bei Game-Based-Learning-Projekten besteht natürlich die Möglichkeit der Ablenkung durch das Spiel. In vielen Fällen hört man: „Das mache ich nicht, da spielen die Kinder doch eh nur, ohne die Aufgabe zu machen!“ Diese Gefahr besteht, ist jedoch durch klare Vorgaben der Lehrkraft auf ein Minimum zu reduzieren. Sobald den Schülern klare Rahmenbedingungen gesetzt sind und sie wissen, warum sie die Aufgabe ausführen, arbeiten die Schüler motiviert und begeistert an ihrer Aufgabe und es besteht keine Ablenkung mehr.

MinecraftMinecraft ist ein hervorragendes Beispiel für ein Spiel, welches sich für den Unterricht eignet. Es kann fächerübergreifend benutzt werden und die Schülern erhalten neben den Lernzielen weitere Kompetenzen und Soft Skills, wie räumliches Vorstellungsvermögen, Kreativität, Geschicklichkeit etc.

In Zukunft gilt es das Potential des Game-Basen-Learning weiter auszuschöpfen und mit kreativen Ideen und einer sinnvollen Rahmenstruktur Unterrichtsinhalte aufzuarbeiten, die die Schüler verstehen, anwenden und auf andere Probleme transferieren können.

 

Apple Education Innovation Summit

Apple Education Innovation Summi Campus of VUC Syd, Denmark

We are delighted to invite you to the Apple Education Innovation Summit in the beautiful campus of VUC Syd, Denmark.

Join us for a day of exploring, discovering and sharing experiences with other forward-thinking schools. An invitation to register for this one-day event is coming soon.

20 April 2016, VUC Syd, Haderslev, Denmark

Best regards,
Apple Education Deutschland